
Dieser Punkt spricht einen sehr emotionalen, aber unumgänglichen Faktor im Prozess der Namenssuche an. Auch wenn alle strategischen, psychologischen und linguistischen Aspekte eine klaren Favoriten als Markenname oder Firmenname begünstigen, müssen letztlich auch die Entscheider, sei es Firmenchef, Vorstand oder entwicklungs- oder Marketingsleiter emotional von diesem Vorschlag angesprochen werden. Hier nützen oft alle sachlichen Argumente wenig. Auch wenn hunderttausende Kunden nachweislich mit einem Begriff die richtigen Aspekte assoziieren und nur der Chef selber damit etwas Negatives verbindet, wird es kaum gelingen, eine positive Entscheidung für diesen Namen herbeizuführen.
Es gilt also, auch die Gefühlswelt der Chefs anzusprechen, die natürlich auch für externe Dienstleister ebenso schwer zugänglich ist wie für Mitarbeiter. Daher eignen sich so genannte projektive Verfahren am besten: Indem man danach fragt, was gefällt, erhält man aufgrund der Erfahrung einen guten Eindruck dessen, welche Präferenzen diese Person in sprachlicher Hinsicht hat.